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29.11.2018 12:11

Aktueller Sachstandsbericht und Informationen zur Wasserversorgung

 

Stand: 28.11.2018:

Aktuelle Informationen zur Erneuerung und Verbesserung der Wasserversorgung im Markt Geiselwind:

 

Ø  Übergabe der Petition an Frau Landtagspräsidentin Stamm

 


Am Dienstag, 17. Juli 2018 wurde im Rahmen des CSU Kreisseniorentreffens die Petition an den Bayerischen Landtag bezügl. der Förderung ländlich strukturierter Flächengemeinden in der Wasserversorgung – Höhere Förderung zur langfristigen Sicherung der Wasserversorgung im ländlichen Raum Markt Geiselwind an Frau Landtagspräsidentin Barbara Stamm übergeben.

Ziel ist es durch die Petition eine höhere Förderung bzw. ein Sonderförderprogramm für den Markt Geiselwind zu erreichen.

 

Ø  Maßnahmen 2018:

 

Erneuerung der Ortsnetze Wasserberndorf und Sixtenberg sowie dazugehörige Zulaufleitungen:

 

Nachdem die Planungen zur Verbesserung und Erneuerung der Wasserversorgung in der Bürgerversammlung am Mittwoch, 11.07.2018 von Herrn Dipl.-Ing. Finster vorgestellt und erläutert wurden, begann die Firma Kehn aus Burgebrach am Montag, 23.07.2018 mit den Bauarbeiten.

 

Ø  Maßnahmen 2019:

 

 

Wasserversorgung Geiselwind – Neuerrichtung Hochbehälter Geiselwind 

1. Veranlassung

 

Die bestehenden Hochbehälter aus den Jahren 1985 und 1954 sind

sanierungsbedürftig. Zudem benötigt Geiselwind ein Hochbehältervolumen von

1.200 m³. Die Kostenvergleichsrechnung vom 26.04.2018 zeigte, dass es wirtschaftlicher ist,

einen neuen Behälter zu bauen, als den bestehenden von 1985 mit 500 m³ Inhalt

durch einen neuen mit weiteren 700 m³ Inhalt zu ergänzen.

 

2. Grundlagen

 

Die Auswertung des Verbrauchs im Systemabschnitt mit rund 1.600 Einwohnern

zuzüglich Gewerbe zeigt seit 2010 :

300 bis 350 m³ an Tagen mit mittlerem Verbrauch und

550 bis 630 m³ an Tagen mit maximalem Verbrauch.

Die Steigerung des Verbrauchs fällt moderat aus. Langfristig dürften die

Zuwächse bei den Einwohnern und des Gewerbes das sich verändernde

Verbraucherverhalten nur wenig übersteigen. Begründete Annahme 430 m³ an

normalen Tagen und 780 m³ an verbrauchsreichen Tagen.

Bei einer Bevorratung von 2 maximalen Tagesverbräuchen ist ein HB Nutzvolumen

von 1.200 m³ passend.

Auch bei augenblicklich 300 m³ an normalen Tagen beträgt die Aufenthaltszeit im

Gesamtnetz rund 7 Tage.

Das vorgesehene Grundstück für den neuen HB befindet sich nördlich des

bestehenden HB. Dadurch wird der Wasserspiegel im neuen HB rund 8 m über

dem des jetzigen liegen.

Ein höherer Druck für Geiselwind ist durchaus gewünscht. Dagegen ist für die

Ortsteile in Richtung Füttersee und Wasserberndorf der augenblicklich

herrschende in Ordnung.

 

3. Geplante Maßnahmen Hochbehälter

 

Der neue Hochbehälter mit einem Nutzvolumen von 1.200 m³ soll als Systembau

in Edelstahl, untergebracht in einem Gebäude, erstellt werden.

Die Kabel für die Stromversorgung, Steuerung und Datenübertragung müssen nur

vom alten HB über die Straßen zum neuen verlegt werden.

3.1 Bauwerk - Halle

Das Bauwerk zur Unterbringung der Wassertanks wird in Holzständerbauweise

mit vorgefertigten Elementen ausgeführt. Die Halle ist rund 26,6 m lang, 13,6 m

breit und hat eine Firsthöhe von etwa 7,90 m über der Sockelwand.

Damit ergibt sich von der Zugangsseite her eine Höhe von gut 10 m.

Vollständige Wärmeisolierung mit Mineralwolle 140 mm in den Wänden und 180

mm zwischen den Sparren, u-Wert mind. 0,35 W/K*m², Wände innen mit

Dampfsperre und mit OSB-Platten verkleidet, außen Schalungsbahn,

Konterlattung, Boden- und Deckelschalung, Dachabdeckung mit isolierten

Sandwichelementen Farbe rotbraun. Spenglerarbeiten in Titanzink, Bodenwanne

bestehend aus Beton-Bodenplatte nach statischen Erfordernissen inkl. vier

aufgesetzten Wänden, Fundamenterder als Ring mit Anschlussfahnen für

Blitzschutzanlage sowie Potentialausgleich.

Fliesenlege- inkl. Estricharbeiten im gesamten Kellerbereich sowie an den

Wänden im vertieften Installationsraum.

3.2 Wassertanks mit Installation und Ausrüstung

Die eigentlichen Wasserspeicher werden als drucklose, zylindrische Behälter aus

Edelstahl im Spezialverfahren durch Aufwicklung gefertigt. Durchmesser je 11 m,

Höhe 7,4 m, Stoß beidseitig mit Spezialschweißverfahren (DBPa) schutzgasverschweißt

(gemeinsames Schweißbad), wellfreier Edelstahlboden mit Gefälle

zum Entnahmekasten, vertiefter Grundablass, aufgeschweißtes Kegeldach mit

Domdeckel D = 640 mm sowie allen erforderlichen Anschlussstutzen,

Mannloch/Einstiegsöffnung DN 800 mit Schauglas DN 150 im unteren

Mantelbereich, alle Schweißnähte blank gebürstet, Behälter komplett innen

gebeizt und passiviert.

Die Behälterreinigung erfolgt mit einer vollautomatischen Hochdruck-

Innenreinigung der Behälterwandung.

Je Behälter ein Luftfilter für Trinkwasserbehälter,

ein Sicherheitsventil für Trinkwasserbehälter,

eine Behälterbeleuchtung mit LED-Strahler 150 W, in Spezialflansch auf

Kegeldach außen aufgesetzt. Hydraulische Installation in Edelstahl und Armaturen gemäß Rohrleitungsplan,belüftete Einlaufschleife, Mengenmessung mit MID. Spülanschlüsse und Probenahmehähne.

Bauschlosserarbeiten bestehend aus Podesten und Treppen gemäß EN ISO

14122, (Eingang und Behälterbedienung), mit genoppten Edelstahlblechen belegt,

freitragende Bogentreppe an den Behältern montiert, Edelstahl-Geländern,

einschl. Alu-Eingangstüre. Für Stromversorgung, Steuerung und Datenübertragung werden Schaltschränke vorgesehen. Die Verkabelungen verlaufen vom bestehenden Hochbehälter über die Straße zum neuen. Dabei wird die bestehende Technik aktualisiert.

Wesentliche Funktionen sind:

- EVU-Messeinrichtung

- Überspannungsschutz Klasse 1+2

- Stromkreisverteilung mit Fehlerstrom-Schutzschalter

- Steuerspannungsversorgung 230 VAC/24 VDC

- Wasserstandsmessung mit Drucksonde sowie Pegelanzeige- und Schaltgerät

- Einlaufsteuerung für E-Schieber oder Pegelschaltung für Förderpumpwerk

- Datenregistrierung mit papierlosem Aufzeichnungsgerät mit Fernübertragung

- Objektschutzüberwachung mit Zugangskontrolle durch Bewegungsmelder.

- Potentialausgleich und Erdung

- Raumbeleuchtung, Steckdosenanlage, Verkabelung.

Ein Raumluftentfeuchter als Kältetrockner mit einer Umwälzleistung von 1000

m³/h wird eingesetzt.

 

4. Geplante Maßnahmen Rohrleitungsbau

Für die Phase der Inbetriebnahme wird die Zulaufleitung von Hummelquelle

oder/und Gotteshausberg in die Zuläufe zum bestehenden HB eingebunden. Dies

kann erfolgen, ohne den Zulauf komplett zu unterbrechen, da zwei Zuläufe

vorhanden sind.

Die Leitung von der Hummelquelle bis zum HB wird auf eine Länge von etwa 470

Meter vollständig erneuert. Die vorhandene PVC 100 wird durch eine PE RC

110x10 ersetzt. Die Längen für die neue Entnahmeleitung DN 200 beträgt rund 75 Meter und die der Zulaufleitung Gotteshausberg DN 100 rund 35 Meter

5. Umsetzung

Nach Prüfung des Bauentwurfs soll die Ausschreibung noch im Herbst/Frühwinter

2018 durchgeführt werden. Wegen der aktuellen hohen Auslastung der Baufirmen

wird das Bauende 2020 erwartet.

6. Kosten

Die Kosten sind berechnet für die Objekte Rohrleitungsbau (Nettobaukosten ca. 260.000,-- €) und Hochbehälter (Nettobaukosten ca. 1.050.000,-- €) mit 1.310.000,-- € netto, einschl. Nebenkosten mit 1.404.000,-- € berechnet. Somit Gesamtkosten i. H. v. ca. 1.671.000,-- € brutto.

Die Unterlagen sind seitens der Fachbehörde zu prüfen, die baufachliche Freigabe ist erforderlich.

 

 

 

 

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